Ich habe mir einen Adafruit Feather 32u4 bestellt, da ich ja irgendwann mal beinen LoRaWAN GPS-Tracker bauen wollte. Das schicke an dem Teil ist sein integrierter RFM95 und ein LiPo Lader. Somit hat man alles für einen Node auf einem sehr kleinen Platz. Anfänglich muss der kleine Node als Tracker für den TTN Mapper herhalten, damit ich mal sehen kann wie so in meiner Umgebung die Empfangsqualität ist. Um spätere Projekte aufzubauen kann dieses schon sinnvoll sein.
Betrieb des Adafruit Feather 32u4
Damit der Feather auch funktioniert müsst ihr eine Brücke zwischen PIN6 und IO1 einlöten und eine Antenne an den Antennenanschluss löten. Laut Adafruit sollt ihr eine Antenne mit der Länge von 82 mm verwenden. Da Lambda/4 aber 86mm in etwa sind, habe ich auch diese Länge verwendet.
Nachtrag: Mittlerweile weiß ich auch warum die Antenne kürzer seien soll. Die Wellen breiten sich im Metall, also der Antenne, anders aus als in der Luft. Daher wird noch die errechnete Länge mit dem Verkürzungsfaktor 0.95 multipliziert und schon erhalten wir 82mm. Adafruit liegt also genau richtig,
Vorbereitung der Arduino IDE
Damit die IDE mit dem Board umgehen kann, müsst ihr das Board noch der IDE bekannt machen. Folgt dazu der Anleitung von Adafruit.
Konfiguration des Adafruit Feather 32u4
Ich habe wieder das standard LMIC Beispiel für Hello World verwendet, wie ich es bereits in meinem vorherigen Beitrag gemacht habe. Einzig das Pin Mapping musste anpasst werden. Mehr wollte ich auch erst mal nicht haben.
[code]
// Pin mapping
const lmic_pinmap lmic_pins = {
.nss = 8,
.rxtx = LMIC_UNUSED_PIN,
.rst = 4,
.dio = {7, 6, LMIC_UNUSED_PIN},
};
[/code]
Danach kam der Node in eine Box, damit er es hübsch hat. Ein USB Kabel ist auch dabei, damit er mal schnell geladen werden kann. Eine spannende Frage stellte sich mir aber noch und zwar wie lange der Akku hält. Ich habe aktuell einen 900mAh LiPo Akku angesteckt und kam bisher auf 59 Stunden und der Test läuft immer noch. Ok, es ist nichts weiter angesteckt, aber ich finde es trotzdem erstaunlich und ein größerer Akku geht immer.
Am Ende lief alles zusammen knapp 84 Stunden. Das macht dann einen errechneten Verbrauch von 11 mA, damit kann ich sehr gut leben. Natürlich steigt der Stromverbrauch mit jedem angeschlossenen Verbraucher, aber hier könnt ihr mit größeren Akkus nachsteuern und eine zusätzliche Stromversorgung mittels Solarzelle ist ebenfalls möglich.
Fazit
Der Adafruit Feather 32u4 ist ein sehr kompaktes Modul und eignet sich perfekt um daraus einen Node zu erstellen. Gerade für tragbare Nodes ist er perfekt geeignet. Einzig der kleiner Speicher von 32KB ist eine Einschränkung, aber Adafruit hat auch einen M0 mit 256 KB im Regal, der für alles ausreichend seien sollte. Der integrierte Laderegler erspart das Entnehmen von Akkus. Ich habe mich in den kleinen verliebt, nur der Preis von knapp 35€ ist etwas hoch.
Hallo,
du hast geschrieben, dass eine Brücke zwischen PIN6 und IO1 eingelötet werden muss. Welchen Zweck hat diese? Konnte in der Beschreibung ( https://learn.adafruit.com/adafruit-feather-32u4-radio-with-lora-radio-module/overview ) von Adafruit darüber nichts finden. Danke und Gruß
Die Verbindung wird benötigt, damit das eingebaute RFM95 Modul richtig angesprochen werden kann, wenn es nach dem LoRa Standard arbeiten soll. DIO0 ist bereits als Pin 7 verdrahtet, nur DIO1 fehlt noch. In der Arduino IDE wird das Pin Mapping ebenfalls entsprechend gesetzt
.dio = {7, 6, LMIC_UNUSED_PIN},
Ok. Was heißt richtig arbeiten? Nutze erfolgreich diese Lib: https://github.com/sandeepmistry/arduino-LoRa für eine Punkt zu Punkt Verbindung. Welche Vorteile hab ich durch die Brücke?
Wenn ich das richtig sehe hättest du keinen Vorteile, da maximal DIO0 benötigt wird und nicht DIO1. Ich verwende folgende Lib https://github.com/matthijskooijman/arduino-lmic um Daten per LoRaWAN an TheThingsNetwork zu schicken. Hier wird die zusätzliche Verbindung benötigt, ansonsten kompiliert auch nicht der Code und Pakete werden nicht übermittelt. Zu dem genauen Hintergrund kann ich dir leider nix sagen.